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Samstag, 08.05.2010
8. Mai 2010

65. Jahrestag der Befreiung Deutschlands und Europas
vom Staatsterrorismus der deutschen Nazi-Faschisten,
von industriell organisiertem Massenmord, Folter, Justizwillkür und
deutschem Vernichtungskrieg !

Ein Jahrestag zum Feiern und Gedenken !
Am 8. Mai vor nunmehr 65 Jahren nahm die rote Armee der damaligen Sowjetunion, unterstützt von den westlichen Alliierten, Berlin ein und zwang damit die nazi-faschistische deutsche Regierung zur bedingungslosen Kapitulation. Erreicht hatte die Sowjetunion diesen Sieg unter unvorstellbaren Opfern aller ihrer Bürger. 28 Millionen Sowjetbürger waren bis dahin den faschistischen Mördern zum Opfer gefallen, ganze Landstriche von den faschistischen deutschen Kriegsverbrechern auf deren Rückzug verwüstet worden.
Damit war zunächst der von den deutschen Nazi-Faschisten entfesselte zweite Weltkrieg beendet. Beendet war damit auch die Diktatur des deutschen Faschismus und Europa war endlich vom staatlich organisierten Naziterror befreit. Diese Befreiung soll für uns auch und gerade heute noch nach 65 Jahren Grund genug sein, zu feiern.

Denn dieses Ende der faschistischen Terrorherrschaft in Deutschland und weiten Teilen Europas beendete nicht nur einen Krieg, der Millionen Menschenopfer gefordert hatte, sondern auch die Fortsetzung des selbst heute noch kaum fassbaren Verbrechens eines industrialisiert betriebenen Völkermords an den jüdischen Menschen und den Roma und Sinti. Beendet wurde ebenso die Fortsetzung der mit Folter, Justizwillkür und Mord betriebenen brutalen und grausamen Verfolgung jeglicher Opposition sowie gesellschaftlicher Minderheiten. Beendet wurde damit auch die systematische Ausrottung behinderter Menschen durch organisierten Mord, der seinerzeit Euthanasie genannt wurde.

Lasst uns also deshalb den 8. Mai feiern.

Zurück blieb aber eine unfassbare Bilanz des Schreckens:
Über 50.000.000 Tote, darunter
-ca. 6 Mio jüdische Menschen, die vorwiegend in speziellen Vernichtungslagern kaltblütig und industrialisiert ermordet worden waren,
-ca. 500.000 auf gleiche Weise ermordete Sinti und Roma,
-ca. 200.000 ermordete deutsche Oppositionelle und Widerstandskämpfer: Kommunisten, Sozialdemokraten und gläubige Christen,
-ca. 120.000 ermordete kranke und behinderte Menschen,
Also lasst uns an diesem Tag auch all dieser Opfer gedenken.

Diese Toten mahnen uns noch immer und besonders in heutiger Zeit, zumal mit dem 8. Mai 1945 zwar das Ende der faschistischen deutschen Nazidiktatur gekommen war, nicht aber das Ende des Faschismus. Daran lässt uns gerade jetzt denken, dass Deutschland sich wieder zunehmend vom Klassenfeind missbrauchen und immer tiefer in dessen internationale Raubzüge verstricken lässt. Da dies mit einer immer mehr voranschreitenden Militarisierung und Faschisierung unserer Gesellschaft einhergeht, besteht gerade heute ein besonderer Anlass, uns im Gedenken an die damaligen Opfer an den Schwur der Überlebenden von Buchenwald zu erinnern, der im Kern lautete:
"...Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Apellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens:
Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht.
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.
Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig..."
Denn 65 Jahre nach den von faschistisch verhetzten Deutschen in ganz Europa begangenen Gräueltaten begehen auch heute wieder deutsche Soldaten Kriegsverbrechen, wie, zuletzt bekannt geworden, am 4. September 2009 das Massaker von Kunduz, durch das mindestens 140 afghanische Zivilisten bei lebendigem Leib rücksichtslos und heimtückisch verbrannt wurden.

Wieder wird heute immer wieder von so genannten Demokraten versucht, die Gesellschaft mit rassistischen Parolen zu spalten und gegeneinander auszuspielen. Wieder wird heute gelegentlich die Gewährung medizinischer und pflegerischer Hilfen für kranke und behinderte Menschen unter betriebswirtschaftlichen Aspekten in Frage gestellt. Und mit der fast schon unheimlichen, ständigen Beschwörung einer angeblichen "politischen Mitte der Gesellschaft" wird versucht, im Bewusstsein der Bevölkerung eine neue "Volksgemeinschaft" zu etablieren.

Heute wie damals geschieht dies im Zeichen der Profitmaximierung zu Gunsten und im Auftrag des Klassenfeinds und zur Durchsetzung dessen imperialistischer Interessen in aller Welt. Genau so rücksichtslos wie in den Kriegen nach außen führt der Klassenfeind aber auch Krieg im Innern gegen die Bevölkerung der von ihm vereinnahmten Staaten. Das aktuelle Beispiel Griechenland steht insoweit für alle kapitalistischen Staaten.

Für den Fall zu großer Gegenwehr der ausgeplünderten Völker stehen die faschistischen Horden überall bereit und warten auf den neuerlichen Ruf des Klassenfeinds, besonders auch heute noch mit höchster Duldung und staatlich finanziert in der Bundesrepublik Deutschland. Denn der Kapitalismus trägt nicht nur den Krieg in sich, wie die Wolke den Regen ( Zitat: Jean Jaures ), sondern auch den Faschismus. Wer den Kapitalismus bejaht, sagt damit auch ja zum Faschismus und ebnet diesem den Weg zu neuen Verbrechen.

Die Befreiung vom deutschen Nazi-Faschismus war deshalb nur die halbe Wegstrecke. Erst die Befreiung vom Kapitalismus kann wirklich nachhaltig Frieden und Freiheit schaffen. Um dies wieder ins Bewusstsein des Proletariats zu rufen, muss für alle, die wirklich Frieden und Freiheit anstreben, der 8. Mai auch ein Tag des Gedenkens und der Mahnung sein.
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Nie wieder Faschismus !

Wehret den Anfängen !
Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden;
20 Prozent, es wird lebhaft;
50 Prozent, positiv waghalsig;
für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß;
300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.
( Thomas Joseph Dunning. zitiert von Karl Marx in Das Kapital, Band I. MEW 23, S. 788, Fn. 250 )

Ostermarsch 2010 in Stuttgart

1999, Beograd brennt
"für die Menschenrechte"
Jetzt für alle
gutgläubigen
Bundesbürger:
..und Tschüß
NSA..
Danke